René (24) und Valentin (22) absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Wohnungslosenhilfe beim Caritasverband Freiburg-Stadt e. V. Im Gespräch berichten sie, warum sie sich für diesen Einsatz entschieden haben – und was sie daraus mitnehmen.
Valentin erklärt: „Ich möchte Soziale Arbeit studieren, wollte aber vorher sicher sein, dass der Bereich wirklich zu mir passt.“ Über die Website des Caritasverbands kam er ins Haus St. Gabriel – und war schnell überzeugt: „Ich habe gespürt, dass das ein Ort ist, an dem ich auch persönlich etwas lernen kann.“
Im Alltag sind die beiden Freiwilligen für vieles zuständig: „Wir sind den ganzen Tag präsent – organisieren Frühstück, kümmern uns um Einkäufe, helfen bei Putzdiensten oder bieten den Nachmittagskaffee an“, erzählt René. Mit dem Arbeitsanleiter unterstützen sie auch handwerkliche Aktivitäten: „In der Werkstatt bauen Bewohner kleine Möbel oder basteln Deko.“
Valentin betont: „Wir überlegen uns auch eigene Aktionen, zum Beispiel mal Pizza backen. Damit die Leute merken: Es bewegt sich was, wir geben uns Mühe.“ Gestaltungsspielraum gehört dazu. René: „Wir motivieren die Bewohner, mitzumachen – etwa beim Kochen. Das gibt Selbstvertrauen.“
Valentin sieht deutliche Veränderungen: „Ich bin selbstbewusster geworden – vor allem im Umgang mit Menschen. Ich traue mir heute viel mehr zu.“ Und beruflich? „Soziale Arbeit passt. Ich kann mir das jetzt richtig gut vorstellen.“ René zieht es in den Tourismus: „Ich möchte weiter mit Menschen arbeiten – aber in einem anderen Rahmen.“ ak